Im April 2009 habe ich mich in Aachen mit fünf anderen Projektpartnern zum ersten Mal getroffen. In den folgenden Wochen haben wir intensiv an der Projektidee gearbeitet und schliesslich die Projektskizze beim DLR, dem Projektträger für BMBF Projekte eingereicht. Im Oktober 2009 wurde die Skizze positiv bewertet und wir "durften" einen Projektantrag einreichen. Erfreut über die erste positive Zusage haben wir mit dem schreiben des Antrags begonnen. Keine leichte Aufgabe, sechs Partner, drei Jahre Laufzeit, Verantwortlichkeiten klären, Personal und Kosten planen, Meilensteine definieren. Und die Arbeit an dem Antrag läuft für alle zusätzlich zum Tagesgeschäft.
Heute - zwei Jahre später! - lag nun die Projektbewilligung in der Post. Ich freue mich auf die neue Aufgabe. Aber muss so eine Antragsphase zwei Jahre dauern? Grundsätzlich finde ich es positiv, dass der Projektträger immer neue Ergänzungen gefordert hat und wir den Antrag mehrfach überarbeiten mussten. Auch wir sind dadurch auf verschiedene kritische Aspekte aufmerksam geworden und konnten unsere Lösungsansätze hinterfragen. Ist der Antrag eingereicht, werden wieder weitere Prüfschleifen aktiviert. Das muss doch schneller gehen. In zwei Jahren kann viel passieren. Unsere Problemstellung ist noch aktuell und es gibt auch noch keine passende Lösung - die werden wir jetzt entwickeln. Aber was tut man, wenn sich während einer so langen Antragsphase die Voraussetzungen ändern - wenn die angestrebte Lösung nicht mehr aktuell ist oder gar jemand schneller war?